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Aktuelle Projektphase

Diagnose Demenz, was nun?
Informationsveranstaltungen für Menschen mit Demenz und Angehörige vor Ort

Laufzeit ab 2025

Das Projekt „Diagnose Demenz, was nun“? des Landesverbandes wird weiterhin in Bayern dazu beitragen, Ressourcen von Betroffenen und Angehörige zu stärken. Eine umfassende Information der Betroffenen und An- und Zugehörigen sowie deren soziales Umfeld ist besonders wichtig. Sie fördert deren Selbstbestimmung und kann zu einer Verbesserung der eigenen Lebenssituation führen sowie zur Stärkung der Autonomie der Betroffenen. Da die Alzheimer Gesellschaften in Bayern als neutrale Interessensvertretung der Betroffenen und deren Angehörigen wahrgenommen werden, die Lebensrealitäten im häuslichen Umfeld mit all ihren Herausforderungen, Bedürfnissen und praktischen Fragen kennen sowie wertvolle praxisnahe Unterstützung aus dem Blickwinkel der Betroffenenkompetenz bieten können, werden die von uns durchgeführten Informations- und Vernetzungsveranstaltungen aus einer anderen Perspektive – der Perspektive der Betroffen – beleuchtet und führen so zu einer höheren Akzeptanz bei Menschen mit Demenz und deren Angehörigen.
Mit diesen Veranstaltungen sind die Betroffenen und deren An- und Zugehörigen zum Krankheitsbild Demenz aufgeklärt, können mit der Krankheit Demenz besser umzugehen und kennen die regionalen Netzwerkpartner.

Hervorzuheben ist, dass der Projektträger alleine oder in Kooperation mit seinen regionalen Alzheimergesellschaften Informations- und Netzwerkveranstaltungen für Betroffen und An- und Zugehörige sowie deren soziales Umfeld durchführt. Diese haben nicht zum Ziel, die kommunalen Bereiche zu beraten, sondern dienen ausschließlich für die Information von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zum Krankheitsbild Demenz, um die gesundheitsbezogenen Kompetenzen und Ressourcen der Betroffenen und deren Angehörigen zu unterstützen.

Hintergrund

Bei über 270.000 Menschen, die in Bayern an einer Demenz erkrankt sind, begegnen wir heute mehr denn je Menschen mit Demenz in allen Bereichen unseres Alltags, auf der Straße, im Nahverkehr, in der Bahn, in der Bank, im Einzelhandel, beim Friseur, im Verein, auf dem Wochenmarkt, bei Kulturveranstaltungen, in Kliniken. Sie leben mit uns als Eltern, Bruder, Schwester, Freunde, Nachbarn, sie sind Kunden, Klient:innen, Kolleg:innen, Patient:innen und sie sind Bürgerinnen und Bürger. Menschen mit Demenz gehen uns alle an und haben die gleichen Bedürfnisse wie Menschen ohne Demenz. Sie wollen solange wie möglich selbstständig und selbstbestimmt leben, einkaufen gehen, ihrem Hobby nachgehen, in der vertrauten Wohnumgebung bleiben. Für Betroffene und pflegende Angehörige ist es enorm wichtig, aufgrund ihrer hohen Belastungssituation, im Austausch, grundsätzlich mit Menschen im Allgemeinen, aber vor allen Dingen mit Gleichgesinnten zu bleiben, um die persönliche Lebensqualität zu verbessern. 

Zu den Voraussetzungen für ein gutes Leben mit Demenz gehört auch die Einsicht, dass es auf die unmittelbare Umgebung ankommt. Wenn Menschen älter werden, verkleinert sich Ihr Aktionsradius. Ihre Betroffenenkompetenz und somit ihre Lebensqualität hängt dann mehr und mehr davon ab, ob sie Kenntnisse und Informationen zu ihrem Krankheitsbild und dessen Umgang leicht zugänglich erhalten. Ebenso ist es sehr bedeutsam, dass sinnhafte qualitätsgesicherte und transparente Informations- und Vernetzungsveranstaltungen für die Betroffenen, An- und Zugehörigen sowie deren soziales Umfeld zum Krankheitsbild Demenz von Neutralität und Unabhängigkeit getragen sind. Austausch, Informations- und Vernetzungsveranstaltungen tragen dazu bei, sich gegenseitig auszutauschen, zu helfen und die eigenen Kompetenzen zu fördern.

Zentrale Ziele des Projektes

  • Unterstützung und Stärkung der gesundheitsbezogenen Kompetenzen und Ressourcen der Betroffenen und ihrer Angehörige
  • Verbesserung dere Lebenssituation von Menschen mit Demenz und deren An- und Zugehörige sowie deren soziales Umfeld
  • Förderung des Erfahrungsaustausches von Gleichgesinnten und der gegenseitigen Unterstützung
  • Infomation und Aufklärung der Betroffenen, An- und Zugehörigen sowie deren soziales Umfeld über das differenzierte Krankheitsbild Demenz
  • Reduzierung von Stigmatisierung und Rückzug von Betroffenen, An- und Zugehörigen und deren soziales Umfeld

Umsetzung

Im Rahmen des Projektes werden Informations- und Vernetzungsveranstaltungen für Betroffen und deren An- und Zugehörige sowie deren soziales Umfeld in Bayern organisiert und durchgeführt. Da Netzwerke auf wohnortnaher Ebene erfahrungsgemäß die Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren pflegenden Angehörigen am besten gewährleisten, können sorgende Gemeinschaften eine Unterstützung für den Projektträger sein, z. B. Suche nach adäquaten Räumlichkeiten und der Kenntnis über bestehende Selbsthilfestrukturen.

Die geplanten Informations- und Vernetzungsveranstaltungen erbringt der Projektträger allein bzw.  in Kooperation mit seinen angeschlossenen Mitgliedern, den regionalen Alzheimer Gesellschaften in Bayern. Betroffene und pflegende Angehörige können auf diesem Weg effizient auf die bereits bestehenden regionalen Angebote der Mitgliedsorganisationen z. B. Angehörigengruppen, Selbsthilfegruppen aufmerksam gemacht werden.

Für Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen ist es zentral, dass sie auf eine demenzfreundliche Gesellschaft zählen können. Deshalb informiert der Landesverband und seine angeschlossenen regionalen Alzheimer Gesellschaften in Bayern in Informations- und Vernetzungsveranstaltungen die Betroffenen, deren Angehörigen sowie deren soziales Umfeld zum Krankheitsbild Demenz und sensibilisiert sie für die Bedürfnisse der Betroffenen. Das Wissen um Demenz ist in den letzten Jahren zwar deutlich gestiegen und es gibt eine spürbar wachsende Offenheit dem Thema gegenüber. Dennoch ist es für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen schwierig sich im sozialen Umfeld zu einer Demenzerkrankung zu bekennen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft Landesverbandes e.V. Selbsthilfe Demenz unterstreicht daher die Bedeutung des gemeinsamen Austausches der Betroffenen und An- und Zugehörigen sowie deren soziales Umfeld und den Erwerb von gesundheitsbezogenen Kompetenzen und Ressourcen. Selbsthilfe von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen ist das zentrale Element für die Bewältigung der Krankheitsfolgen.

Rund 1,8 Millionen Menschen sind in Deutschland an einer Demenz erkrankt, in Bayern beträgt die Anzahl, wie oben bereits genannt, ca. 270.000, Tendenz steigend. Aufklärung und Sensibilisierung sind ein Hauptanliegen der Alzheimer Gesellschaften in Bayern sowie im Bundesgebiet, als Interessensvertretung von Menschen mit Demenz.

Eine aktive Aufklärung und Sensibilisierung von Betroffenen und An- und Zugehörigen sowie deren soziales Umfeld auf Basis der Kenntnis deren genauen Lebenssituation, können zur Verbesserung der Lebensqualität führen sowie zur Stärkung der Selbstwirksamkeit. Die Planung und Durchführung dieser Informations- und Netzwerkveranstaltungen dienen nicht der Beratung der Kommunen.

Anregungen

Gerne würden wir von Ihnen, als Betroffener oder Angehöriger folgendes erfahren:

  • Was bewegt Sie am meisten im Alltag mit Demenz?
  • Wie erleben Sie die Situation rund um Demenz als Betroffener, Angehöriger oder Unterstützende?

Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail unter:
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Ansprechpartnerin

Sonja Womser, Projektleitung
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

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